Fitnesstrend

Der Fitnesstrend ist nicht immer your friend

FitnesstrendEin gängiger Fitnesstrend führt oft nicht zum gewollten Trainingsergebnis.
Wer in der heutigen mediengeprägten Zeit seine Zielsetzungen in den Bereichen Abnehmen, Muskelaufbau und Fitness effektiv umsetzen will, sollte die gebotenen Informationen hinterfragen. Nur weil Dinge gebetsmühlenartig in Zeitschriften, Medien und auch von vielen Trainern wiederholt werden, müssen die gebotenen Informationen nicht richtig sowie effektiv in Hinblick auf die persönlichen Ambitionen sein. Die Effektivität eines Fitnesstrends für die eigene Zielsetzung ist nicht zwingend gegeben. Generell ist in den Medien oft leider immer die Ernährung, Diät, Trendsportart und das Trainingsprogramm am effektivsten für viele Zielsetzungen, welches sich im augenblicklichen Mainstream am besten kommerziell vermarkten läßt. Nicht jeder Fitnesstrend in Sport und Ernährung bringt automatisch die versprochenen Ergebnisse.

http://www.welt.de/wirtschaft/article121298747/Viele-Deutsche-machen-sich-im-Fitnessstudio-kaputt.html

Hierzu ein Beispiel:

Dieses Jahr soll es mit der Bikinifigur bei Frau Hansen endlich klappen. Sie plant ihre Problemzonen gezielt zu verbessern und möchte dabei auch etliche Kilos abnehmen. In der Frauenzeitschrift wird eine neue Modediät angepriesen, welche einen schnellen Gewichtsverlust verspricht. Zusätzlich bucht sie im Fitnessstudio noch 3x wöchentlich einen angesagten Zumbakurs und setzt Carnitin als Supplement zur Unterstützung des Fettabbaus ein. Mit dem kombinierten Fitnesstrend aus Modediät, Trendsportart und einem Fettburner kann nach ihrer Meinung nichts mehr schief gehen. Nach einigen Wochen zeigt die Waage zwar einige Kilos weniger an, der Blick in den Spiegel ist aber enttäuschend. Die Problemzonen an Beinen und Po haben sich nicht verändert und sehen schlechter aus, als vor Beginn der Diät. Zusätzlich fühlt sie sich im Alltag gestreßt und nicht leistungsfähig. Nach einigen weiteren Wochen bricht sie entnervt die Diät und das Zumbatanzen ab.

Was hat sie bloß verkehrt gemacht? Nach ihrem Informationsstand aus der Zeitschrift hätte der Fitnesstrend in Diät und Sport zum Erfolg führen müssen.

Vor dem Beginn einer Diät oder eines Sportprogramms zur Figurverbesserung sollten immer die Körperbasisdaten ermittelt werden. Körperfettanteil, Magermasse und Fettfreier-Masse-Index sind die Parameter, die es vorher zu bestimmen und im Verlauf der Diät immer wieder zur Erfolgskontrolle zu ermitteln gilt. Weiterhin sollte der persönliche Erhaltungskalorienbedarf, sprich Energiebedarf, anhand der vorhandenen Magermasse und der allgemeinen Aktivität bestimmt werden. Auch bieten sich Fotos vor und während der Diät zur Erfolgskontrolle an. Angelehnt an die Körperbasisdaten ist eine eiweißreiche fundierte Diät, welche sich auch problemlos im Alltag durchhalten läßt, das Mittel der Wahl zum erfolgreichen Abnehmen. Ein erfolgreiches Abnehmen ist ein Verlust an Körperfett bei erhaltener Muskelmasse. Gängige Modediäten realisieren durch ihren zu geringen Eiweißanteil in der Regel einen Gewichtsverlust, der neben dem Verlust an Körperwasser, zu 50% aus einem Muskelverlust und zu 50% aus einem Fettverlust besteht. Dies erklärt die schlechte Körperoptik beim Blick in den Spiegel trotz schwindender Kilos auf der Waage. Zusätzlich vermindert ein Muskelverlust die Leistungsfähigkeit im Alltag. Die Muskulatur ist das Stützorgan der Knochen sowie das Organ, welches die meiste Glukose aufnimmt und Fett verbrennt. Einen Muskelverlust in einer Diät zu vermeiden, hat somit oberste Priorität. Ein Ausdauertraining, wie Zumbatanzen, bringt zwar Vorteile für die Gesundheit sowie das Herz- Kreislaufsystem und erhöht das Kaloriendefizit, setzt aber keinen Trainingsreiz zum Muskelerhalt in einer Diät. Hier wäre ein Krafttraining an maximal 2 Tagen in der Woche der geeignete Sport für Frau Hansen in der Diät gewesen. Ein Kaloriendefizit ist auch immer ein Erholungsdefizit. 3 intensive Trainingseinheiten waren zu viel in Relation zum Kaloriendefizit der Modediät. Ihr Körper hat mit der Ausschüttung des katabolen Streßhormons Cortisol reagiert. Diese Faktoren haben letztendlich zum Scheitern in der Zielsetzung von Frau Hansen geführt.

Für Erfolge in der persönlichen Zielsetzung gilt es abseits vom Mainstream nach geeigneten Methoden in Training und Ernährung zu suchen. Nur selten läßt sich ein gängiger Fitnesstrend in Sport sowie Ernährung mit der Verwirklichung individueller Trainingsziele effektiv verbinden.

Lediglich die konsequente Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Sport und Ernährung führt zum ganz persönlichen Trainingsziel.

Fuel your ambition !

http://www.fitnesspark-hochwald.de/download/expertentipp21.pdf