Modediäten



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Modediäten – Freifahrtschein in den Muskelverlust und Jojo Effekt

modediätenAuch dieses Frühjahr werden wieder unzählige neue Modediäten am kommerziellen Fitnesshimmel auftauchen und mit markigen Versprechen an die breite Masse der Abnehmwilligen gewinnbringend vermarktet werden. Leider werden auch diesmal wieder nur die Anbieter dieser Diäten die Profiteure sein. Die Anwender dieser Diäten werden keine sinnvollen Ergebnisse in der Zielsetzung der Körperfettreduktion erzielen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Modediäten zu keiner erfolgreichen Figurverbesserung führen. Wären Modediäten ein probates Mittel zur Körperfettreduktion, gäbe es keine übergewichtigen Menschen mehr und die Anbieter von Modediäten würden sich ihre eigene Geldquelle abdrehen. Menschen, die in der Körperfettreduktion scheitern, stehen hingegen immer wieder als neue zahlungskräftige Kunden für die nächste Generation der Modediäten und Abnehmwunder zur Verfügung. Grund genug das Thema der Modediäten und Abnehmwunder einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Basis in der kommerziellen Vermarktung von Halbwahrheiten und Modediäten liegt in der nicht gemachten Unterscheidung von einem Verlust an Körperfett und dem angezeigten Gewicht auf der Waage. Modediätenanbieter bauen auf die Unwissenheit der breiten Masse der Abnehmwilligen in Punkto Körpergewicht und Körperfettverlust. In den Köpfen der meisten Übergewichtigen wird jeder Gewichtsverlust auf der Waage als Abnehmerfolg gewertet. Leider tragen auch Fernsehsendungen wie „The Biggest Loser“ dazu bei, diese Fehleinschätzung in den Köpfen zu manifestieren. Nur weil Dinge gebetsmühlenartig wiederholt werden, werden diese Dinge aber nicht richtiger. Ein erfolgreiches Abnehmen definiert sich als Körperfettverlust bei erhaltener Muskelmasse, nicht als ein geringeres Gewicht auf der Waage. Ein Wasserverlust des Körpers, ein entleerter Magen sowie Darmtrakt und ein Muskelverlust sind Gründe für ein geringeres Gewicht auf der Waage, ohne das an Körperfett abgenommen wurde. Die Waage zeigt nur den reinen Gewichtsverlust an, nicht woraus er sich zusammen setzt. Weiterhin muß um ein Kilogramm an Körperfettverlust zu realisieren ein Kaloriendefizit von 7.000 Kalorien auf den persönlichen Bedarf (Erhaltungskalorienbedarf) realisiert werden. 1kg Körperfett hat einen Brennwert von 7.000 Kalorien und wird diesen auch immer behalten, egal was versprochen wird.

In der Kundenakquise im Personaltraining führt die Erwähnung dieser biochemischen Tatsache im Abbau von Körperfett oftmals zum Scheitern der Zusammenarbeit. Die Verlockung, an massenmedial suggerierte schnelle und einfache Abnehmwunder zu glauben, ist für viele Menschen einfach zu groß. Potenzielle Kunden zahlen oftmals lieber für Abnehmprogramme wie Modediäten, die ihnen bekannt vorkommen, als eine wissenschaftlich fundierte Umsetzung der Körperfettreduktion in Anspruch zu nehmen. Der Markt für Modediäten ist durch die fehlende Bereitschaft zum Umdenken also permanent gegeben.

Modediäten wie die Kohlsuppendiät, das Saftfasten, die Ananasdiät usw. erzielen durch die geringere Menge der aufgenommenen Nahrung eine Gewichtsabnahme aufgrund des entleerten Magens und des Darmtrakts. Die geringe Aufnahme von Kohlenhydraten führt durch die entleerten Glykogenspeicher des Körpers zu einem Wasserverlust. Gleichzeitig führt die geringe Aufnahme von Eiweiß auch zu einem Muskelverlust und selbstverständlich wird durch das Kaloriendefizit auch ein wenig Körperfett abgebaut. Die Waage zeigt diese Kombination als geringeres Gewicht an und der Abnehmwillige ohne Hintergrundwissen ist erstmal glücklich. Er hat abgenommen. Der Blick in den Spiegel fällt zwar nicht so positiv, wie der Abnehmerfolg auf der Waage aus, aber das ist vielen Personen erstmal egal. Die Retourkutsche kommt nach der Beendigung der Diät. Der Körper benötigt durch die verminderte Muskelmasse weniger Energie, sprich Kalorien. Weiterhin formt die Muskulatur den Körper und ist das Organ, welches den Bewegungsapparat stützt sowie die meisten Kalorien verbrennt. Nach der Diät wird in der Regel wieder, wie vor der Diät gegessen und durch den verminderten Kalorienbedarf führt dies zu einer massiven Einlagerung von Körperfett. Das sogenannte „Skinny Fat Syndrom“ hat ein weiteres Opfer gefunden. Durch die wieder aufgefüllten Glykogenspeicher (Körperwasser), den wieder gut gefüllten Magen und Darm sowie das vermehrte Körperfett zeigt die Waage binnen kurzer Zeit wieder das Gewicht vor dem Beginn der Diät oder sogar noch mehr an. Nur setzt sich dieses Gewicht jetzt aus noch mehr Körperfett bei einer verringerten Muskelmasse zusammen. Es wurde eine fatale Bodyrecomposition (Körperneugestaltung) umgesetzt. Der Blick in den Spiegel sieht noch schlimmer aus als vorher und führt dazu, dass viele Menschen mit der nächsten Modediät mit demselben Resultat beginnen. Für Brot und Spiele für die Anbieter von Modediäten ist somit auf lange Sicht gesorgt. Auf der Strecke bleiben die Menschen, die immer wieder auf die Vermarktung dieser Diäten herein fallen.