Oldschool Training

Oldschool Training meets Wundertüte

Oldschool TrainingUnter Oldschool Training versteht man ein hartes pragmatisches Training, welches auf das Erreichen eines Trainingsziels ausgerichtet ist. Oldschool Training ist eine anstrengende aber lohnende Alternative zu den heutzutage im Fitnessbereich angebotenen „Wundertüten“, die bei geringstem Einsatz die maximalen Ergebnisse versprechen. Oldschool Training beschränkt sich auf effektive und über Jahre bewährte Trainingsstrategien im Kraft- und Ausdauerbereich. Die im Oldschool Training eingesetzten Übungen, Pläne und Intensitäten haben ihre Effektivität bereits über Jahrzehnte und bei unzähligen Athleten verschiedener Sportarten bewiesen. Diese Tatsache sind die meisten der neuen gehypten Wundertüten wie EMS Training, Vibrationstraining und verschiedene Zirkeltrainingsangebote bis zum heutigen Tage schuldig geblieben. Das obige Trainingsvideo der Weltklassesprinterin Carmelita Jeter aus den USA zeigt, daß Spitzenathleten bis zum heutigen Tagen auf unbeliebte Oldschoolübungen wie Kniebeugen in einer bestimmten Intensität setzen und damit erfolgreich sind. Carmelita Jeter wiegt bei einer Größe von 1,63m etwa 53kg und hat auch unter optischen Gesichtspunkten eine sehr gute Figur.

Auch wenn die Anbieter diverser Fitnessillusionen ihre Aussagen mit Studien untermauern, die die Überlegenheit dieser neuartigen Trainingsmethoden gegenüber einem Oldschool Training belegen sollen, so bleiben doch zwei gravierende Einwände.

1. Die publizierten Studien sind ausschließlich mit absolut bzw. sehr untrainierten Personen durchgeführt worden. Hier gilt der Grundsatz: „Am Anfang wirkt erstmal alles!“ Egal ob nun durch klassisches Krafttraining, Rückenschule, Aerobic, Zumba, EMS-Training oder Vibrationstraining, Verbesserungen sind beim Untrainierten in den ersten Wochen immer festzustellen! Wenn man etwas macht, was man vorher nicht gemacht hat, gibt es immer einen Zuwachs. Diese Effekt hält aber nur über einen sehr begrenzten Zeitpunkt an und hat mit einem zielorientierten Training nichts zu tun. Ein mehrstündiges wöchentliches Ausdauer- und Krafttraining kann nicht durch eine kurzfristige „Wundertüte“ ersetzt werden.

2. Warum werden das Vibrationstraining, EMS Training und verschiedene Zirkel im Leistungssport gar nicht oder allenfalls ergänzend sowie sporadisch eingesetzt? Die Antwort lautet: Weil diese Trainingsformen deutlich weniger Trainingseffekte bringen, als ein klassisches und bewährtes Oldschool Training.

Wer mit dem körperlichen Training nachhaltige Effekte wie einen sichtbaren Muskelaufbau, eine Figurstraffung oder einen Körperfettverlust realisieren möchte, kommt an einem Oldschool Training nach sportwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht vorbei und darf auch nicht die auf das Trainingsziel abgestimmte Ernährung außer Acht lassen. Dies hört sich zwar nicht so schön an, wie mit lediglich 20 Minuten Training in der Woche alle Ziele zu erreichen, entspricht dafür aber der Wahrheit. Die massenmediale Suggerierung von „Wundertüten“ ist falsch und unseriös. Sicherlich ist ein Oldschool Training anstrengender und zeitaufwendiger, dafür realisiert es aber auch zusammen mit einer abgestimmten Ernährung die angestrebten Ergebnisse.