Progression im Krafttraining

Progression im Krafttraining – Stronger



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progression im KrafttrainingDie Progression im Krafttraining ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die theoretische Grundlage jedes Trainings ist der Umstand, daß der Körper danach strebt, sich möglichst ökonomisch an Beanspruchungen anzupassen. Wird er durch erhöhte Kraftbelastungen beansprucht, so paßt er sich an, indem er über Veränderungen im Kreislauf- und Zentralnervensystem sowie im Bewegungsapparat (Knochen, Sehnen und Muskeln) seine Fähigkeit zur Kraftentfaltung steigert.

Das zentrale Nervensystem (ZNS) verbessert sowohl die Koordination zwischen den einzelnen Muskeln (intermuskuläre Koordination), als auch der Muskelfasern innerhalb des Muskels (intramuskuläre Koordination).

Das Herz-Kreislauf-System paßt sich dahin gehend an, die Muskulatur besser mit Blut sowie Nährstoffen zu versorgen.

Der Stoffwechsel baut höhere Kapazitäten auf, um die Muskulatur bei erhöhten Verbrauch versorgen zu können (Glykogenspeicher).

Die Muskeln passen sich durch Vermehrung der Mitochondrien (Zellkraftwerke) und durch ein Dickenwachstum an.

Wird nun in dieser Phase erhöhter Leistungsfähigkeit ein erneuter Trainingreiz gesetzt, so setzt wieder eine Degeneration, eine Regeneration, und eine erneute Superkompensation ein. Auf diese Art und Weise kann die Kraftleistung progressiv gesteigert werden. Allerdings stößt dieses System der Leistungssteigerung auf individuelle genetische Grenzen. Mit höherem Trainingslevel müssen immer größere Trainingsreize gesetzt werden, damit Leistungsgewinne und Muskelzuwächse erzielt werden können.

Das Prinzip der Superkompensation besagt, daß nach einem Reiz auf einen Muskel, dieser beim nächsten Training noch stärker sein muß, als der vorherige Reiz.

Dabei ist es prinzipiell egal, ob der stärkere Reiz durch das Gewicht, die Übungswahl, die Wiederholungszahl oder Intensitätstechniken erfolgt. Mit steigendem Trainingslevel und Fettfreie-Masse-Index (FFMI) werden diese Anpassungen immer komplexer und schwieriger. Es gilt einen effektiven Reiz zu setzen, ohne den Körper zu überfordern.

Meiner Meinung nach stellt eine schrittweise Erhöhung der Trainingsgewichte, in Relation zu Trainingsvolumen, Muskelmasse, Regeneration sowie Nährstoffversorgung, im Krafttraining die effektivste Form dar, immer wieder stärkere Trainingsreize zu setzen. Diese Progression im Krafttraining muß für stetige Fortschritte permanent gegeben sein.

In Verbindung mit einer abgestimmten Ernährung führt dies zu sicht- und meßbaren Veränderungen des Körpers. Frauen, die an einer guten Bikinifigur interessiert sind, aber Angst vor großen Gewichten haben, sollten es mit einer sanften Progression versuchen und die bewegten Gewichte wenig aber stetig steigern.

Jeder Trainingsplan sollte kritisch auf seine Progression überprüft werden. Progression im Krafttraining stellt zusammen mit einer abgestimmten Ernährung und ausreichender Regeneration die Grundlage für die angestrebten körperlichen Veränderungen dar. Allgemein ist in Fitnessstudios zu beobachten, daß viele Sportler den Aspekt der Progression in ihrem Training nicht oder nur ungenügend berücksichtigen. Wer ohne Progression im Krafttraining trainiert, braucht sich über ausbleibende Ergebnisse nicht zu wundern.

http://www.sportunterricht.de/lksport/schmidtbl.html

Stronger oder progression for satisfaction.